Paartherapie

Menschen haben ein angeborenes Bedürfnis nach Bindung. Aus diesem Grund versuchen wir Menschen enge und von intensiven Gefühlen geprägte Beziehungen zu Mitmenschen aufzubauen. Was kann schöner sein, als die Nähe, die Offenheit und Unterstützung eines geliebten Menschen zu erfahren.

Geraten diese engen Beziehungen ins wanken, werden die Bedürfnisse nach Nähe, Offenheit und Unterstützung nicht mehr ausreichend erfüllt. Das Paar kann in einen Streit- und Resignationskreislauf geraten. Zurückweisung wird mit Zurückweisung, Kränkung mit Kränkung beantwortet. Es wechseln sich Gefühle von Alleingelassensein, mit Empörung oder Hilflosigkeit ab. Dies ist sehr schmerzlich.

Die Paartherapie bietet Ihnen die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen mit Neugier, Respekt und wachsendem Selbstvertrauen heraus zu finden, in welchem Teufelskreis sie verfangen sind und welche verborgenen Gefühle sich beim Partner entdecken lasse. Sie kann den Raum öffnen für Nähe, Rückhalt und Intimität.

Ich arbeite nach der Methode der emotionsfokussierten Paartherapie.

Die Emotionsfokussierte Paartherapie ist eine der am besten erforschten und effektivsten Paartherapie-Methoden, die uns heute zur Verfügung stehen. Hier geht es nicht darum, Kommunikationsregeln zu erlernen oder schnelle Lösungen zu finden. Stattdessen wird mit den zugrundeliegenden Gefühlen gearbeitet. Entdecken wir diese verborgenen Gefühle beim Partner, so ändert sich das Kommunikationsverhalten wie von selbst und Lösungen für Themen die immer wieder zu Konflikten führen können leichter gefunden werden, ohne sich in die alten Kreisläufe zu verstricken. Langzeitstudien haben gezeigt, dass ca. 90% der Paare signifikante Verbesserungen zeigen und 75% der Paare von ihrem Beziehungsstress “genesen”. Dies sind außergewöhnlich hohe Erfolgsraten im Vergleich zu anderen Paartherapie-Formen.

 

Die Emotionsfokussierte Paartherapie gliedert sich in drei Phasen.

Phase 1: In dieser Phase geht es um eine Deeskalation konflikthafter Kommunikation. Mit Hilfe des Therapeuten werden negative Interaktionsmuster und Teufelskreise bewusst gemacht. So wird es möglich, diese zu verstehen und sie gemeinsam aufzulösen.

Phase 2: In der zweiten Phase geht es um die Veränderung der Paarinteraktion. Das Paar lernt bisher unterdrückte, vermiedene Gefühle und Bedürfnisse, sich gegenseitig mitzuteilen. Es kann sich so eine neue Akzeptanz der Erlebensweise des Partners entwickeln. Teufelskreise werden durchbrochen und es ist möglich wieder Gefühle der Verbundenheit und Liebe zu spüren. Viele Paare erleben in diesem Stadium auch wieder Gefühle von Leidenschaft und Freude an Sexualität.

Phase 3: Zuletzt geht es um die Auflösung alter Beziehungsprobleme, die in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten geführt haben. Durch ein neu erlebtes Verbundenheitsgefühl ist es nun leichter möglich, Lösungen für alte immer wieder kehrende Probleme zu erarbeiten.